Kurzbericht Vortrag vom 6.2.2008: Diabetes-Schulungsprogramme von Jung bis Alt |
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| von Dr.med. Rudolf Lepler am 02.10.2008 |
| Aus der HGD >> |
Darstellungen der Diabetes-Schulungsprogramme von Jung bis Alt.
1. Herr Dr.Otto (Kinderkrankenhaus Wilhelmstift): Schulung bei Kindern und Jugendlichen
Schulung ist integraler Bestandteil der Behandlung, ist fortlaufend entsprechend der durchlaufenen Entwicklungsschritte, Patient plus Familie plus weitere Helfer, Erzieher und Lehrer, von den Pädagogen gelernt, Vermittlung von handlungsrelevanten Dingen durch Nachmachen, Wiederholen, Tun. Kinder denken nicht weniger, sondern anders als Erwachsene. Stationär und teilstationäre Schulungsformen. Außerklinische Schulungsformen zum Einüben der Diabetestherapie in Alltags- und Freizeitsituationen. Evaluierte und vom BVA zugelassenen Schulungsprogramme sind „Jan“ für Grundschüler und „Jugendlichen-Programm“ für Ältere.
2. J.Meyer, (Diabetesberaterin Praxis Dres. Kröger/Rosenboom/Lankers): Ambulante Schulungsprogramme
Die Schulungsform richtet sich nach der Therapieform.
ZI-Programme: Wissensvermittling, Frontalunterricht, mit eigenen Ideen ergänzen, variieren.
MEDIAS: Mehr Diabetesselbstmanagement, Empowerment, alltagsnah
LINDA: lebensnah, interaktiv
DIAMAND: nicht abrechenbar
Individuelle Problemschulungen: Hypertonie, Pumpe, Hypowahrnehmung HYPOS oder BGAT (nicht abrechenbar), Neuropathie Neuros, Barfuss Fußprogramm, Wenus bei erektiler Dysfunktion.
Adäquate Gruppenzusammenstellung entsprechend der vom Programm erwarteten Lernfähigkeit des Patienten.
3. Maren Lühr, (Diabetesberaterin Krhs. Bethanien): Geriatrische Programme
SGS: strukturiertes Geriatrisches Schulungsprogramm setzt auf viel Wiederholungen ähnlich den Kinderprogrammen.
FODIAL: Schulungsprogramm für die Schulung von Altenpflegern. U.a. wird vermittelt, dass es im Alter kein Problem mit Adipositas gibt, viel eher das des Untergewichts, der Mangelernährung und Nahrungsverweigerung.
4. Corinna Leffler, (Krhs. Bethanien): Stationäre Schulungen
2 Hamburger Diabeteskliniken bieten noch stationäre Schulungen an (Rissen, Bethanien). 11-Tage-Kurs, alle Themen incl. Soziales und Psychologenkontakt werden angesprochen. Da die ggf. besondere Problematik der Patienten bei Gruppenzusammenstellung den Kliniken vorher nicht bekannt ist, wird jung und alt und die unterschiedlichen Th-Formen gemischt, während der Schulung dann zeitweise thematische Trennung der Patienten. Wichtiges Element gegenüber ambul. Schulungen ist der intensive Pat.-Austausch untereinander in der „Freizeit“Der MDK prüft die Notwendigkeit zur stat. Sch. sehr genau nach.
Es wäre wichtig, gezielte Fragestellung/Patientenproblematik für die Schulung vom Einweiser zu notieren. Anders herum besteht der Wunsch, die stat. Indikationen präziser von den Kliniken zu beschreiben.
Bericht über die verschiedenen Stränge der Diabetesberatungs-Ausbildung
Im BVDB sind 2800 Schulende Mitglied.
37% Diabetesassistentin DDG, 40% Diabetesberaterin DDG, 8% Krankenschwestern, Rest übrige.
1.00.0 Menschen mit Diabetes werden in 1 Jahr geschult.
Ausbildung zur Diabetesassistentin 30 Kurse/Jahr
Ausbildung zur Diabetesberaterin 8 Kurse/Jahr
Neu ist die Ausbildung mit Abschluß „Bachelor“, ggf. auch mit Möglichkeit der Promotion, 4 Semester berufsbegleitend, alle 4-6 Wochen ein langes Wochenende. Inhalte vornehmlich sind die Versorgungsstrukturen in der Diabetologie. Wo diese Weitergebildeten eingesetzt werden könnten, ist derzeit eher unklar.
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