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Kurzbericht Vortrag: Wie arbeiten die Psychologen in der Diabetikerbetreuung? (Herr Dipl.Psych. Frieder Hentzelt)

von Dr.med. Rudolf Lepler am 02.14.2007
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Beginn des Abends mit einem Vortrag von Herrn F.Hentzelt (Psychologe im Ak Barmbek und Diakoniekrks. Bethanien) : Was machen eigentlich die PsychologInnen in der Diabetesbetreuung?

Herr Hentzelt klärte einige Begriffe und stellte zum Teil provokante Thesen zur Diskussion.

Diabetes ist keine psychische Erkrankung, es gibt auch nicht „den Diabetestyp“.

Menschen mit D. leiden eher vermehrt an Essstörungen, weil sich vieles therapiebedingt auf das Essen konzentriert. Depressionen sind bei anderen chron. Erkrg. häufiger, „dunkle Gedanken“ von Diabetikern aber eine eher normale Reaktion, da Diabetes erst einmal nicht akzeptabel sei.

Jedes diabetolog. Handeln stellt eine psycholog. Tätigkeit dar, das erweiterte Know how (u.a. Pädagogik) von Psychologen sollten die Behandler zusätzlich nutzen. In der Diskussion gab es keine einhellige Meinung über den Nutzen/Notwendigkeit von speziell diabetologisch fortgebildeten Psychologen. Gespräche der HGD über Diabetesfortbildungen für Psychologen waren auf enttäuschend wenig Interesse gestoßen.

In Hamburg arbeiten derzeit drei diabetolog. ausgerichtete Psychologen in stat. Klinikteams, eine im ambulanten Team. Krankenkassen zahlen (meist) auf Antrag ambul. Leistungen.

Perspektiven für zusätzliche, zukünftige Tätigkeitsfelder:
Mehr im ambulanten Bereich der Langzeitbetreuung arbeiten und Schulung und Supervision von Behandlern anbieten.

Nach einem „Pilotprojekt“ im Jahr 2006 bietet das KK Wilhelmstift ab Sommer 2007 Schulungs-/Supervisionsfortbildungen für (pädiatrische) Diabetesteams an. Weitere Fortbildungsangebote für Diabetes-Behandlungsteams könnten gut im HGD-Diabetesforum angeboten werden (HGD-AG Psychologie).

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